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Samstag, 05 M?rz 2016 18:50

Gefahr des Vergessens und der F?lschung

? In diesem Beitrag geht es um die Bestrebungen der Zionisten? nach einer F?lschung und Ausl?schung der Geschichte Pal?stinas und dem Selbstschutz der Pal?stinenser diesen Ma?nahmen gegenüber.?

Vor circa einer Woche verstarb der pal?stinensische Schriftsteller und Historiker Suleiman El-Natoor in Haifa im Alter von 67 Jahren. El-Natoor, der? 1949 in dieser Stadt geboren wurde, sammelte ?nach einem Philosophiestudium ?Erfahrungen als Zeitungsreporter und begann sich au?erdem mit der Geschiche Pal?stinas auseinanderzusetzen.

El Natoor war der erste Vorsitzende des ?arabischen Schriftstellerverbandes und fast 30 Jahre lang als Schriftsteller t?tig. Zu den wichtigen? Ma?nahmen dieses pal?stinensischen Autors geh?ren ?seine Bemühungen um die Wahrung der mündlichen Wiedergabe der Geschichte ?des besetzten Pal?stinas für die nachfolgenden Generationen. Er war natürlich nicht der einzige, der besorgt war, dass die mündliche überlieferung Pal?stinas verloren geht.? Einen gro?en Beitrag zur Wahrung dieser Geschichte hat auch der 2015 verstorbene Pal?stinenser Dr. Adel Yaya geleistet.? Dr. Yaya stammt aus dem pal?stinensischen Dorf Inaba. Er studierte Arch?ologie und gründete und leitete die Gemeinschaft für Kulturaustausch Pal?stinas in Ramullah, welche die mündliche Geschichte Pal?stinas festhielt.

Im Rahmen dieser Organisation war er um den Absatz traditioneller pal?stinensischer Kunst bemüht, ver?ffentlichte ?Literatur über ?die vernachl?ssigten historischen St?tten Pal?stinas und war ?als Reiseführer für ausl?ndische Touristen? im Westjordanland t?tig.?

Adel spezialisierte sich auf die mündliche überlieferung und sammelte ?die Aufnahmen von Interviews mit pal?stinensischen Pal?stinensern die in libanesischen und jordanischen Flüchtlingslagern lebten.?

Für ihn waren die Menschen? Erz?hler in Reichweite, deren Geschichte wir uns anh?ren müssen.? Die mündliche überlieferung ist schlicht und zugleich eine komplizierte Welt. Adel Yaya war davon überzeugt,? durch die mündlichen Berichte über die? Geschichte werde die schriftliche Darstellung der Geschichte vervollst?ndigt.

Mündliche überlieferung ?ist vor allen Dingen ein Weg? historisches Wissen zu gewinnen. Jeder überlieferer wird mit Vor- und Nachnamen genannt. ?Im Mittelpunkt dieser Geschichtsstudien stehen die befragten Menschen, ihre Ansichten und ihre Stimme. Diese Stimme wird normalerweise in den akademischen Geschichtsstudien nicht geh?rt.? Die mündliche überlieferung besteht aus ?Beobachtungen vor Ort, Interviews und ?u?erungen.

Die mündlich überlieferte Geschichte ??bietet der schriftlichen die Gelegenheit, eine Sache aus mehreren Blickwinkeln zu sehen. ?Die gesellschaftlichen Aktivit?ten rücken bei dieser Art von Geschichte in den Mittelpunkt.

?Die mündliche überlieferung ist Teil der Geschichte. Mit ihrer Hilfe wird durch mündliche, inoffizielle Stellungnahmen die nahe Vergangenheit beschrieben und zur Interpretation bereitgestellt. ?Durch sie ?wird das Bild von der Atmosph?re und der Welt in einem bestimmten Zeitabschnitt vollst?ndiger.??

Die Studien der mündlichen überlieferung erg?nzt also die Geschichtsbeschreibung und sie? l?sst menschliche Bewegungen entstehen.?

Die Politik des Betruges, der Schauman?ver und falschen Versprechungen sind vielleicht gegenüber keinem anderen Volk ?auf der Welt so lange Zeit betrieben worden wie durch das? zionistische Regime seit seiner Deklaration als so genannter Staat auf ?besetztem pal?stinensischem Boden. ?Verdrehung der Gesetze, die Verletzung von internationalen Normen und Gleichgültigkeit gegenüber ihnen? sind Methoden, denen sich die Zionistenanführer und ihre Unterstützer insbesondere? die Staatsführer Britanniens und der USA bei Verhandlungen bedienen.

Die F?lschung der Geschichte und das Streben nach ihrer Vernichtung geh?rt ?untrennbar zu einem gezielten ?Projekt, ?welches in all diesen Jahren existiert hat und weiter fortgesetzt wird.

In Fortsetzung der Politik des Verwischens historischer Spuren in den? 1948 besetzten Gebieten Pal?stinas, hat das zionistische Regime den Plan von Uri Ariel, dem ehemaligen radikalen Minister für Bau- und Wohnungswesen Netanjahus ?von der Beschlagnahme und darauffolgenden Zerst?rung ?alter ?H?user in Haifa, Jaffa, Akka (Akon) , Al Ludd (Lod) und Al Ramla ?durchzuführen begonnen.

Qadri? Abu Wasel, Mitglied des Komitees zur Verteidigung der Freiheitsrechte in den 1948? besetzten Teilen, sieht dieses Projekt als Teil eines noch gr??eren Planes, welches das Ziel verfolgt, alle arabischen Spuren ?in den besetzten Gebieten auszuwischen.

Abu Wasel sagt, dass schon vor einigen Jahren mit der Umsetzung dieses Planes begonnen wurde und diese Vorg?nge in den letzten 10 Jahren in Jaffa deutlich zu beobachten waren.

?Zurzeit wird dieses Projekt“, so f?hrt Abu Wasel fort, in der Stadt Al-Ludd durchgeführt und die Pal?stinenser dürfen dort nicht bauen.“

Gleichzeitig mit der Durchführung dieses Planes hat das zionistische Regime ein Gesetz auf die Tagesordnung gestellt, durch das arabische Einwohner in den besetzten Gebieten die Einwilligung der in diesem Gebiet ans?ssigen zionistischen Siedler einholen müssen, wenn sie weiter in ihren D?rfern wohnen wollen. ?

?Abu Wasel erkl?rt: ?Dieses Gesetz bedeutet, dass die Pal?stinenser nicht mehr in circa 430 D?rfern deren Einwohnermehrheit jüdische Siedler sind, leben k?nnen.“

Dieser pal?stinensische Aktivist bezeichnet ?diese Politik des zionistischen Regimes als Teil einer Summe von Pl?nen zur Rassens?uberung, bei der es darum geht, die Pal?stinenser aus ihren Wohnungen zu verjagen und in die Flucht zu treiben.

Hinsichtlich der Wahl der St?dte zur Durchführung dieses Planes sagt Abu Wasel: ?Die St?dte, die das zionistische Regime für die Durchführung dieses Planes ins Auge gefasst hat, sind St?dte in denen es zahlreiche historische Bauwerke? und Spuren aus der Zeit vor Besetzung der pal?stinensischen Gebiete und des britischen Mandats? gibt.“

Abu Wasel unterstreicht, dass das zionistische Regime die Behauptung, Pal?stina sei ein Land ohne Nation glaubhaft machen will. Diese Politik aber werde scheitern und die Pal?stinenser in den besetzten Gebieten werden trotz der vielen Probleme ihren Kampf gegen dieses m?rderische ?Regime fortsetzen.?

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Die jüngste List des zionistischen Regimes zur F?lschung der Geschichte besteht in der Behauptung des Premierministers dieses Regimes, der pal?stinensische Mofti von Jerusalem Amin al Husseini habe Hitler zur Vergasung der Juden angespornt. Diese Behauptung stie? zwar auf eine Gegenreaktion der Mehrheit der zionistischen Positionstr?ger aber einige zionistische Historiker behaupten dass sie stimme.

Vor kurzem hat Netanjahu in einer Ansprache behauptet, dass Hitler damals nicht die Juden t?ten und sie nur aus? Europa vertreiben? wollte. Aber der Mofti von Bait-ul Moqadas (Jerusalem) habe ihm gesagt: Wenn du sie vertreibst, dann werden sie hierher kommen.? Da h?tte Hitler gefragt: Was soll ich denn mit ihnen machen, und der Mofti habe geantwortet: Verbrenn? sie.

Selbst der Vorsitzende der Oppositionspartei ?Zionistische Union“ Isaac Herzog hat Netanjahu aufgefordert seine Behauptung? über Amin al Husseini (1897-1974) zurückzunehmen.

Er sprach von einer gef?hrlichen F?lschung der Geschichte die zur Besudelung des Holocaust ?führen werde.?

Trotz aller Bestrebungen der zionistischen Besatzer, sind die Pal?stinenser in den besetzten Gebiete nicht unt?tig geblieben.

Das Kunstzentrum von Umm al Fahm? im besetzten ?Pal?stina sammelt die Akten der Geschichte Pal?stinas in den 1948 besetzten Gebieten und? hat bereits ein vollst?ndiges Archiv von den beiden Gebieten Umm al Fahm und Wadi Ara zusammengestellt.

Dieses Zentrum hat in einem Programm namens ?Ged?chtnis des Ortes“ innerhalb von drei Jahren den im besetzten Pal?stina, ?England und in den USA vorhandenen Archiven , hunderte von Fotos und Dokumenten über die Geschichte Pal?stinas seit 1903 entnommen? und das erste vollst?ndige Archiv für die ?beiden Gebieten Umm al Fahm und Wadi Ara zusammengestellt.?? Es hat au?erdem 200 mündlichen Schilderungen von Personen, die zu verschiedenen Zeiten in diesen Gebieten gelebt haben aufgenommen, um einen Teil der historischen Wahrheit? festzuhalten.

Das Zentrum ist au?erdem darum bemüht, Fotos, Filme und Dokumente von Pal?stinensern zu sammeln, denn die Geschichte Pal?stinas weist wegen der Besatzung und dem Flüchtlingsleben der Bev?lkerung Lücken auf.

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