Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Mittwoch, 17 August 2016 08:27

Mit uns durch Iran-181

Im Namen des barmherzigen Gottes, liebe H?rerinnen und H?rer! Heute werden wir uns mit der Geschichte Teherans befassen.

Geografie und natürliche Gegebenheiten Teherans haben wir in der letzten Woche besprochen. Es ging dabei haupts?chlich um die bedeutenden Wirtschaftskonzentrationspunkte und die zentrale Position Teherans für Politik und den Verwaltungsapparat. Damit haben sich die Kapazit?ten in Industrie und Dienstleistung in Teheran gesammelt. Teheran z?hlt zu den gr??ten und bev?lkerungsreichsten St?dten der Welt. Seine Geschichte ist durchzogen von zahlreichen H?hen und Tiefen.

Die Forschungsarbeit in der Provinz Teheran hat bisher ergeben, dass erste Anzeichen auf eine Ansiedlung von Menschen in der Region Kilan um Damavand 14.000 Jahre zurückgehen. Damals lebten die Menschen noch in H?hlen und ern?hrten sich von der Jagd. Vor 8000 Jahren entwickelte sich die Urbanisierung auf der Provinzfl?che, die bis zur Zeit der Meder andauerte.

In Teheran haben sich 5000 Jahren vor Christus erste Menschen angesiedelt. Im Dez. 2014 wurde ein Menschen-Skelett ?im Bezirk Molawi in Teheran entdeckt, das auf 5000 Jahren vor Christi datiert wurde. Zuvor wurde angenommen, dass das Leben im heuten Teheran ausschlie?lich auf den Bezirk Gheytarieh und 3000 Jahren vor Christi beschr?nkt gewesen sei. ?Die neuen Funde widerlegten die Annahme, dass die Geschichte Teherans mit den Arsekiden und vor etwa 2000 Jahren begonnen hat. Teheran war damals ein Dorf im Norden von Ray bzw. Raga, das Dahran genannt wurde; Ray galt als eine wichtige und wohlhabende Stadt, die Darius auf seiner Bistun-Tafel erw?hnt hat.

Ray gewann unter den Sassaniden ihren H?hepunkt; zahlreiche Werke aus dieser Zeit sind in und um Ray erhalten geblieben. Bis zum 4. Jahrhundert nach Hedschra war Ray eine der blühenden St?dte des Orients, doch der überfall der Mongolen 617 im Mondkalender, etwa 1220, zerst?rte? sie vollst?ndig. über Ray und seine heutige Lage werden wir n?chste Woche ausführlicher Sprechen.

Teheran war damals ein gro?es Dorf mit grünen Obstg?rten, ein Erholungsort für die Bev?lkerung von Ray. In den H?usern waren Keller angebracht, die bei Angriffen von Feinden als Zufluchtsort dienten. Dort wurde Proviant gelagert, so dass man Monate dort ausharren konnte. Aus diesem Grund blieb Teheran vor dem Einfall der Mongolen verschont und gewann an Bedeutung, nachdem Ray zerst?rt wurde.

?Al-Masalek w-al Mamalek“ ist die ?lteste Schrift, die 340 im Mondkalender in Teheran entdeckt wurde. Abu Ishaq Ibrahim ibn Mohammad Istakhri hat es niedergeschrieben. Nach ihm haben Yaqut Hamawi und Ibn Hawqal ebenfalls Artikel über Teheran verfasst. In Al-Mo`jam Al-Baladan schrieb Hamawi: ?Teheran ist ein gro?es Dorf, in dem unter den H?usern Keller gebaut wurden. Man kann in kein Haus kommen, wenn es die Bewohner nicht wünschen.“

Der Autor von Al-Belad, Mohammad Ghazwini, schrieb über Teheran: ?Die H?user der Teheraner sind unter der Erde gebaut worden; im Falle von Angriffen k?nnen die Menschen sofort aus ihren H?usern stürmen und sich zur Wehr setzen.“

Teheran-Forscher und Geografen meinen, Teheran sei in alten Zeiten ein Dorf von Ray gewesen; es befand sich auf dem Kreuzweg zwischen Ghom, Khorassan, Mazandaran, Gilan und Saweh und galt als ein politisches Zentrum und Handels- und Verwaltungsknotenpunkt, aus diesem Grund hat es stets gro?e Beachtung bekommen. Die strategisch wichtige Lage der Stadt machte sich immer wieder zum Ziel von Angriffen. Das Dorf Teheran bot eben wegen der unterirdischen Unterkünfte und der natürlichen Hindernisse Staatsm?nnern und Flüchtlingen sichere Zuflucht.

Teheran entwickelte sich unter den Safawiden: K?nig Tahmasb (930-984 im Mondkalender) hatte Ghazwin zu seiner Hauptstadt gew?hlt. Gelegentlich pilgerte er zur Grabst?tte des Ahnen der Safawiden Seyed Hamzah. Das Klima in Teheran war angenehm und die zahlreichen G?rten und B?che zogen den K?nig an, so dass er sich immer l?nger dort aufhielt. K?nig Tahmasb hat in seiner Herrschaftszeit Geb?ude und starke Festungen bauen lassen. Etwa 1553 oder 1554 lie? er einen Wall um Teheran bauen, der mit 114 Wachtürmen – nach der Zahl der Koransuren- versehen war. Vier Tore gew?hrten Eingang in die Stadt: Schemiran, Ghazwin, Dulab und Abdolazim. Sp?ter wurden zwei weitere Eing?nge, n?mlich Doulat und Mohammadiyeh, hinzugefügt. Die Erde zu den Bauarbeiten wurden aus der Umgebung hergeholt, die entstandenen Gruben nannte man sp?ter Chale-Meydan und Chal-Hesar.

1618 besuchte der bekannte italienische Abenteurer Pietro della Valle w?hrend der Herrschaftszeit des Safawiden-K?nigs Schah Abbas Iran und die Stadt Teheran. Er schrieb: ?Teheran ist gr??er als Kaschan, doch es hat weniger Einwohner. In Ein Drittel des Landes sind Wohnh?user und in Zweidrittel G?rten angelegt worden. In den Stra?en-artigen Gassen sind Pappeln gepflanzt worden; manche haben einen so gro?en Durchmesser, dass man mit vier Mann den Baum nur schwer umringen kann.“

Nach dem Zerfall der Safawiden und Machtübernahme der Afschariyeh überlie? Nader Schah 1739 die Regentschaft Teherans seinem ?ltesten Reza Gholi Mirza. Nach dem Tod von Nader Schah durchzog Chaos die politische Elite des Landes, 1758 übernahm Karim Khan Zand die Macht und lie? sich in Teheran nieder. Vier Jahre war Teheran das Machtzentrum des Landes, im Bezirk ?Arg“ wurden neue Geb?ude errichtet. Die Auseinandersetzungen mit Mohammad Hassan Khan, dem Kadscharen, ?um die Hauptstadt von Torkaman Sahra fernzuhalten, verlegte er die Hauptstadt von Teheran nach Schiraz.

Teheran verlor damit weder an Glanz noch an Bedeutung, nach kurzer Zeit erreichte es wieder ihre alte Stellung und wurde wieder zur Hauptstadt ernannt.

Der erste K?nig, der Teheran zur Hauptstadt erkl?rte, war Agha Mohammad Khan der Kadschare. Nach den Auseinandersetzungen mit dem Statthalter Teherans, Ghafur Khan, besiegte Agha Mohammad Khan seine Gegner und errichtete eine Machtzentrale. 1795 kr?nte sich Agha Mohammad Khan in Teheran zum K?nig. Er lie? auf seinen Namen Münzen pr?gen und w?hlte Teheran zur Hauptstadt, die er Dar-ul Khalafat nannte. Für seine Wahl hatte er einige Gründe: Zun?chst befand sich Teheran in der N?he der ertragreichen Landwirtschaftsb?den von Waramin und dem Ansiedlungsort der St?mme von Afschar, Sawojbolagh und anderen westlichen St?mmen in Teheran in Waramin, denn diese waren Agha Mohammad Khan treu ergeben. Ein weiterer Grund war die N?he zu Estarabad und Mazandaran, wo seine Anh?nger wohnten und lebten. Seit dieser Zeit erlebte das kleine Dorf mit 20.000 Einwohnern Fortschritt und Entwicklung. Fathali Schah trug nach Agha Mohammad Khan diesem Fortschritt erheblich bei. In Teheran ?wurden neue Geb?ude und Werke errichtet. So siedelten aus nahen und fernen St?dten die Menschen nach Teheran und so nahm die Bev?lkerung merklich zu.

Morier reist 1807 nach Teheran und beschrieb in seinem Reisebericht diese Stadt; er legte auch eine Statistik über die Zahl der B?der, Karawansereien und gro?en Pl?tzen in der Stadt vor.

In der ?ra von Nasseredin Schah, bekannt als Nasseri Zeit, ereigneten sich ein politischer und ein kultureller Umbruch. Der Einfluss der Industrie aus Europa und die imperialistische Politik des Westens überfluteten das Land, so dass nach dem Tod des K?nigs unmittelbar die konstitutionelle Bewegung ?und weitere Entwicklung wieder Oberhand gewannen. In Teheran vollzogen sich Baureform und Bev?lkerungszuwachs.

Damit endet der heutige Beitrag. Weiteres Interessantes über Teheran erfahren Sie n?chste Woche.

?


?

?

?

?

Mehr in dieser Kategorie: « Mit uns durch Iran-180

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

汤姆叔叔-官网