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Mittwoch, 31 August 2016 07:17

Mit uns durch Iran-183

Im Namen des bahrherzigen Gottes, seien Sie gegrü?t, liebe H?rerfreunde. Letzte Woche haben wir uns über die Geschichte Teherans bis vor dem Sieg der Islamischen Revolution ?1979 unterhalten. Heute setzen wir den Bericht von diesem Datum fort.

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1979 war Teheran wie auch andere St?dte und D?rfer im Land Zentrum einer gro?en revolution?ren Bewegung. Tausende Bürger demonstrierten und protestierten auf den Stra?en. Sie forderten den Sturz des despotischen Regimes und Umsetzung der Parole ?Unabh?ngigkeit, Freiheit und Islamische Republik“. Die Streitkr?fte und Schergen des Schah-Regimes gingen gegen die Bev?lkerung vor. Die Universit?t Teheran, Moscheen, Stra?en und besonders der Enghelab-Platz und der Schohada (bzw. M?rtyrer-Platz) waren die wichtigen Zentren der Revolution. Am 8. Sept. 1978 wurden die Menschen auf dem M?rtyrer-Platz vom Regime niedergemetzelt. Zahlreiche Frauen, Kinder und M?nner wurden regelrecht ermordet.

Am 4. November des ?gleichen Jahres griffen Schergen des Schah-Regimes Bürger, Studenten und Schüler in der Universit?t Teheran und umliegenden St?dten an. Am 1. Feb. 1979 war Teheran Schauplatz beispielloser Demonstrationen. Mio. Menschen haben in einem 30 km langen Zug Imam Khomeini im Land willkommen gehei?en. Zehn Tage sp?ter, also am 11. Feb, stürzte das Schah-Regime; die Fremden zogen ab und die Islamische Revolution siegte mit der Führung Imam Khomeinis. Seitdem haben Teheraner Bürger stets an allen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen einsatzbereit teilgenommen.

Am 4. Nov. 1979 wurde die US-Botschaft in Teheran, die als Spionagezentrum Washingtons gegen die iranische Nation agierte, von revolution?ren Studenten eingenommen. Imam Khomeini sprach von einer zweiten Revolution. Die Nachricht ging rasant um die Welt. Es herrschte weltweit Staunen über die Eroberung des Spionagenestes der aggressiven Supermacht Amerika.

Wie auch in den Monaten vor der Revolution, wo Mio. Bürger auf Stra?en und Pl?tzen immerfort Pr?senz zeigten, fanden ?die Revolution und ihre Ideale auch nach ihrem Sieg stets Best?tigung bei Gro?ereignissen durch Bürger.

Jede Woche findet das Freitagsgebet in der Universit?t Teheran statt, an dem zahlreiche Bürger teilnehmen.

Dieses Ereignis ?ndert freitagmittags w?chentlich die Atmosph?re in Teheran. Sie demonstriert die Freundschaft und Geschlossenheit der Bürger und die Spiritualit?t. Gleichzeitig gibt das Freitagsgebet den Verantwortlichen die M?glichkeit, die wichtigsten Ereignisse in Iran und auf der Welt zu er?rtern.

Am 22. Sept. 1980 dr?hnten pl?tzlich irakische Kampfflugzeuge über Teheran; sie bombardierten den Mehrabad-Flughafen in Teheran. Die bis an die Z?hne bewaffnete irakische Armee griff unter dem Saddam Hussein- Kommando` St?dte im Westen und Süden Irans an. Teheran lag zwar weit weg von den Fronten, doch w?hrend des achtj?hrigen Krieges 1980-1988 ?nderte sich das Stadtbild kriegsbedingt. Aus dem Süden und Westen Irans rollte eine riesige Flüchtlingswelle auf Teheran zu; andererseits wurden auch irakische Flüchtlinge, die sich vor dem Bath-Regime von Saddam retten wollten, aufgenommen. So stieg die Bev?lkerungszahl ?in Teheran. Der Krieg hinterlie? auch in Teheran gro?e Sch?den, denn die Stadt wurde wiederholt von irakischen Bombern angegriffen; sp?ter schlugen hunderte Raketen in Teheran ein. Mit dem Kriegsende schlug eine neue Zeit an. Aufbau, Arbeit und Behebung der Sch?den standen nun auf der Tagesordnung.

Manche St?dte und D?rfer Irans litten unter den mangelnden M?glichkeiten und Armut, die durch die Politik des Pahlawi-Regimes verursacht waren. In den ersten Jahren der Revolution begann daher die Wanderung Richtung Teheran und anderer Gro?st?dte des Landes. Neben den schlimmen Kriegsfolgen belastete die zügellose Einwanderung zus?tzlich die Stadt Teheran enorm. Trotz all dieser Schwierigkeiten versuchte Teheran in den vergangenen drei Jahrzehnten seine Identit?t zu bewahren und sich zu einer der sch?nsten St?dte der Welt emporzuarbeiten. Der Ausbau der Grünanlagen, die Beseitigung der so genannten Favelas und Gruben, in denen die ?rmeren Bürger ihr Zuhause suchten und deren Umbau in Parks und G?rten, die gerechte Verteilung der M?glichkeiten zwischen Süden und Norden der Stadt, Bau von Autobahnen und Schnellstra?en, U-Bahn-Linien, Brücken, Hochh?usern und neuen Geb?uden, F?rderung von Ausbildungs- und Kulturzentren, Management von Oberfl?chengew?sser und zahlreiche andere Projekte wurden in diesen Jahren umgesetzt.

Zurzeit leben über 10 Mio. Menschen in dieser Stadt. Daraus entsteht natürlich gewaltiger Verkehr und viel Luftverschmutzung. Die Stadt liegt in den Bergh?ngen vom Elburz, drumherum befinden sich viele Erholungsorte, die wiederum die Menschen anziehen. Vielleicht ist das der Grund, warum die Menschen immer wieder hierherreisen; das war eigentlich schon immer der Fall gewesen. Viele Touristen und Reisende haben von ihren Erlebnissen in Teheran berichtet. Die Teheraner haben sich daran gew?hnt, bei jeder Gelegenheit einen Ausflug in diese Gebiete zu machen und sich zu erholen. Es ist nur ein kleiner Sprung bis zu den Bergen um die Stadt, auch die Erholungsorte mit ihrem angenehmen Klima helfen, dass die Menschen den Stress von einer Woche Arbeit abstreifen.

Der letzte Teil unserer heutigen Sendung bezieht sich auf ein Buch über Teheran. ?Teheran auf einen Blick“ wurde von einer Autorengruppe verfasst und 1992 vom Ministerium für islamische Kultur und Führung ?ver?ffentlicht. Dutzende kunstvolle und aussagekr?ftige Bilder über Teheran untermauern das Werk. Der geneigte Leser lernt die historischen, natürlichen, traditionellen und Kulturellen Gegebenheiten der Stadt sowie den Alltag kennen. Die Fotos vom alten Teheran sind Schwaz-Wei?, die Farbfotos bescheren dem Zuschauer in scharfen Farben einen Rundgang in der Stadt. Die Informationen werden in Persisch und Englisch wiedergegeben. Dazu gesellen sich Gedichte gro?er iranischer Dichter. ?Teheran auf einen Blick“ eignet sich besonders für Touristen, die sich in dieser Stadt umschauen wollen.

In der n?chsten Sendung werden Ihnen die Hauptstadt Teheran weiter ein Stück n?herbringen.


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