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Mittwoch, 28 September 2016 11:07

Mit uns durch Iran-186

Mit uns durch Iran-186 Im Namen des barmherzigen Gottes, seien Sie gegrü?t liebe H?rerfreunde.

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Unser Reiseziel in der vergangenen Woche, der Teheraner Basar, versammelt einen gro?en Teil der kulturellen und historischen St?tten der Stadt, so ist dieser Stadtteil zum Zentrum für Kultur und Geschichte geworden. Manche Werke in diesem Viertel erinnern an wichtige Zeitabschnitte in der Geschichte des Landes, u.a. Kaserne und übungsareal ?–Meydan-e Maschqh-, das Baghe Melli-Tor, Schamsul Emare, de Imam-Khomeini-Platz und andere Bauwerke, die heute als Museum funktionieren.

Der milit?rische übungsplatz, Meydan-e Maschqh, wurde von Fathali Schah, ein Kadscharen-K?nig, gebaut. Der Platz befindet sich in einem der ?ltesten und geschichtstr?chtigsten Viertel Teherans, dem alten Tupkhaneh oder Kanonier-Platz und zwischen der Imam-Khomeini-Str. und der Si-Tir-Str. Der Platz ?wurde ?1998 mit der Nr. 2130 als nationales Denkmal registriert. Zurzeit von Nasseredin Schah wurde der Platz durch Mohammad Khan Sepahsalar erweitert, es wurde ein Wall mit Torb?gen aus Ziegel um das Gel?nde errichtet. Damals umfasste das Areal 16 Hektar, t?glich wurden hier Soldaten gedrillt und ausgebildet. Sp?ter, als die Streitkr?fte gef?rdert wurden, wurde der übungsplatz in eine Kaserne mit zahlreichen gro?en Geb?uden umgebaut. 1922 gab es wieder einen Umbau, dieses Mal in einen gro?en Garten, den man Bagh-e Melli, den National-Park, nannte und heute noch nennt. Das Au?enministerium ist heute in Geb?uden in dem Garten untergebracht, dennoch kennt man diesen Stadtteil als Meydan-e Maschqh oder Bagh-e Melli. Wie die meisten Geb?ude und Bauwerke aus dieser Zeit verfolgt auch hier die Architektur ihren eigenen Stil, eine Mischung aus der Architektur verschiedener geschichtlicher Epochen in Iran und europ?ischem Stil. Jedes Geb?ude weist seine eigenen Merkmale auf.

Als Nasseredin Schah die Stadt erweitern lie?, wurde die Kaserne in der Stadt einverleibt. Manche Teile wurden als englische Botschaft oder dergleichen genutzt. Das ?lteste Bauwerk ist das Ghazagh-Khane- bzw. das Kasernen-Geb?ude. Es wurde von Fathali Schah im n?rdlichen Teil des Gel?ndes gebaut; die neuesten Werke sind die Bibliothek und das Nationalmuseum Malek; die Architektur des letzteren ist inspiriert von der traditionellen Architektur Irans; es wurde 1997 gebaut.

W?hrend der Herrschaft Nasserdin Schahs hat das Gel?nde einen Eingang, der als Nasseri-Tor bekannt war; von dort aus beobachtete Nasserdin Schah die übungen der Soldaten. Mit dem ersten wurde ?der Pahlawi-Dynastie ?bekam der damals zum ?ffentlichen Park ernannte Stadtteil ein neues Tor, das man dann Tor des National-Parks nannte.

Dieses Gel?nde hat im Laufe seiner Geschichte viel erlebt. Mirza Reza Kermani, der Nasseredin Schah t?tete, wurde hier geh?ngt. Das erste Flugzeug in Iran wurde w?hrend des ersten Weltkrieges auf diesem Gel?nde gelandet. Dort blieb es für eine Weile und wurde von den Bürgern besucht. Die Perlen-Kanone verkündete auf diesem Platz das neue Jahr, und von hier aus stieg der erste Ballon der Stadt in die Luft. Der schiitische Geistliche und einer der Anführer der Tabak-Bewegung, Scheich Fazlolah Nuri, wurde ebenfalls hier hingerichtet.

Das Portal des National-Parks weist in seiner Architektur eine Zusammenführung der iranischen und europ?ischen Stile auf, was sich besonders in der Kachelarbeit und der besonderen Spitzhut-Form zeigt - inspiriert von der damaligen Architektur - ??wurde zwischen 1922 und 1925 gebaut; ?man gelang an dieser Stelle auf das übungsgel?nde. Sp?ter wurde beschlossen, den ersten ?ffentlichen Park in Teheran zu er?ffnen, den National-Park auf diesem Gel?nde, so ?nderte sich auch der Name vom übungsplatz auf National-Park. Der Park stand ?nur wenige Jahre den Bürgern als solchen zur Verfügung. Dann baute man die Geb?ude für das Au?enministerium, Nationalbibliothek und das Iran-Bastan-Museum. Der Name blieb jedoch erhalten, die Bürger sehen das Eingangstor zum National-Park weiterhin als Symbol für die zeitgen?ssische Geschichte Irans und der besonderen Architektur von Alt-Teheran. Das Geb?ude weist zwei verschiedene Innen- und Au?enfassaden auf. Die Au?enfassade, die sich zur Imam-Khomeini-Stra?e richtet, besteht aus acht S?ulen aus Ziegelsteinen, die paarweise an den drei Eingangsb?gen angebracht sind, sie sind nicht in einer Reihe aufgestellt, sondern setzen um jeweils einen S?ulendurchmesser zurück. Um jeden Eingang befinden sich also vier S?ulen, von denen zwei etwas nach hinten gerückt sind und somit ein besonderes Spiel von Licht und Schatten bilden. Das Baghe- Melli-Tor ist vom Osten nach Westen ausgelegt und weniger als 27 Meter breit. Früher befanden sich an den Flanken zwei Wachr?ume. Die Innenfassade unterscheidet sich nicht sonderlich von der Au?enfassade. Der Meister Jafar Khan Memar Kaschani baute das Werk. Das Skelett wurde von dem Meister Esmaili gebaut, die S?ulen vom Meister Karim Manije und die Kachelarbeiten übernahm der Meister Khak-Negar. Auf der Au?enfassade pr?sentieren sich auf Tafeln in Kachelarbeit Gedichtverse von Nadim-ul Molk. Die Kacheln zeigen selbst unterschiedliche Muster. Das Tor weist insgesamt einen Eingang für Fahrzeuge und zwei für Fu?g?nger auf. Die Eing?nge k?nnen mit Türen aus Gusseisen geschlossen werden. Sie wurden in der Waffenschmiede Teherans vom Meister Mohammadali Kermani gebaut. Insgesamt zieren 45 Schrifttafeln auf Kacheln und zwei Mettalstiche das Portal. Die Tafeln ziehen sich wie ein Gürtel um das Geb?ude; auch die Breitseiten waren mit Tafeln verziert, die dann bei sp?teren Bauarbeiten benachbarter Teile verloren gingen. Im Jahr 1997 nahm die Organisation für Kulturerbe das Bauwerk mit der Nr. 1968 unter Denkmalschutz.

Auf dem Park-Gel?nde und nahe dem Imam-Khomeini-Platz befindet sich ein sehr imposantes Bauwerk mit 10.000 qm Fl?che, in dem die Bibliothek und das Nationalmuseum Malek untergebracht sind. Die Bibliothek wurde von Hadj Hossein Malek gestiftet. In seiner Jugend fand er seine Liebe zum Lesen und Sammeln von Büchern. Daher er?ffnete er die Bibliothek und das Museum. 1938 stiftete er der Stiftung "Astan Quds Razawi" neben der Bibliothek noch zahlreiche andere Grundstücke. Dadurch fand er die Mittel, Bibliothek und Museum in Stand zu halten und zu verwalten. Zuvor war die Bibliothek im Haus von Hadj Hossein Agha Malek im Teheraner Basar untergebracht. Sp?ter wurde sie dann verlegt. Die heutige Bibliothek wurde 1997 er?ffnet. Die Bauarbeiten dauerten 1 Jahre. In der Malek-Nationalbibliothek sind 19.000 einzigartige handgeschriebene Schriftstücke u.a. 104 allein von Avicenna, versammelt. Bücher von Ptolem?us, Euklids und Nasseredin Schah sind weitere Sch?tze in dieser Bibliothek. Darüber sind hier 70.000 gedruckte Bücher, 3400 Lithographien, 548 Zeitschriften in 4000 Bd. ausgestellt. Ein gro?er Teil der gedruckten Bücher stammt aus den Jahren vor 1941; sie z?hlen zu den ersten gedruckten Büchern in Iran. Die Bibliothek kauft permanent handgeschriebene Bücher und Artikel und wird so stets reicher und kostbarer. Neben Leses?len werden in anderen Teilen die Bücher restauriert, fotografiert, in Mikrofilm umgewandelt, gebunden usw. 1969 übernahm ein einst dafür eingerichteter Verlag den Druck von den einzigartigen Handschriften. Die Bibliothek pflegt ebenfalls den Kontakt mit wissenschaftlichen Zentren weltweit. T?glich wenden sich Hunderte Forscher an diese Institution. Im Museum sind die besten Kunstwerke iranischer und ausl?ndischer Künstler ausgestellt. Gem?lde von Kamololmolk Tajwidi und Suratgar sowie Kalligrafie von Abbassi, Mir Emad, Tabrisi und andere findet man in dieser Sammlung. Der Teppichsaal des Museums umfasst 34 Teppiche und Brücken aus ganz Iran aus den letzten zwei Jahrhunderten. Das Münzmuseum umfasst 3000 Münzen aus Iran vom 6. Jahrhundert v. Christus bis zur Pahlewi-Zeit; zudem kann man Münzen aus Griechenland, Nachfolgern von Alexander, Byzanz, islamischen Kalifen und der Osmanen bestaunen. Auch die Briefmarken-Sammlung umfasst Tausende einzigartige und wertvolle Exemplare aus Iran und dem Ausland.

Im Museum vertritt das Handwerk einen ebenso anschaulichen Teil, der jeden Besucher anzieht. ?Damit sind wir am Ende der heutigen Sendung angelangt. Wir verabschieden uns und sagen, alles Gute bis zur n?chsten Sendung.

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