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Donnerstag, 17 Oktober 2013 06:49

Hadsch-Botschaft Ajatollah Khameneis 2013

Hadsch-Botschaft Ajatollah Khameneis 2013
Am 9. Tag des Hadsch-Monats 2013 wurde in Arafat für die Mekkapilger die Botschaft des Oberhauptes der Islamischen Revolution Irans, Ajatollah Khamenei mit folgendem Inhalt? verlesen:
Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen

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Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten. Der Friede und Segen Gottes sei mit Seinem Propheten Mohammad und dessen edlen Familie und Gef?hrten und allen Propheten und Gesandten.

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Der Beginn der Hadschzeit ist als gro?es Fest der Islamischen Umma zu betrachten. Es ist eine kostbare Gelegenheit , die sich in diesen wertvollen Tagen jedes Jahr für die Muslime auf der Welt ergibt – ein Mittel, das Wunder bewirkt, und wenn sein Wert richtig erkannt und es angemessen eingesetzt wird, viele Sch?den in der Islamischen Welt heilen und viele Gefahren von ihr abwenden wird.

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Der Hadsch ist die sprudelnde Quelle der g?ttlichen Segensfülle. Ein jeder von euch glücklichen Pilgern hat nun diese gro?e Chance vor sich, Herz und Seele bei diesen sch?nen, mit Reinheit und Spiritualit?t erfüllten gottesdienstlichen Handlungen und Ritualen, gründlich zu l?utern und aus dieser Quelle der Barmherzigkeit, Ehre und Kraft einen Vorrat für das ganze Leben anzulegen. Die Ergebenheit gegenüber Gott, dem Gnadenvollen, und die Erfüllung einer Pflicht, die den Muslimen aufgetragen wurde – der Eifer, die Dynamik und ein für das Leben und die Religion nützliches Werk , Barmherzigkeit und Nachsicht im Umgang mit den Glaubensbrüdern, Mut und Selbstvertrauen bei Schwierigkeiten, Hoffnung auf die Hilfe Gottes allerorts und in allen Dingen, kurzum: die Formung eines würdigen Muslims an diesem himmlischen Ort des Lernens und der Selbstveredlung sind Ziele, auf deren Erreichung ihr euch alle vorbereiten k?nnt. Ihr k?nnt euch mit diesen guten Dingen schmücken und, indem ihr aus diesen Sch?tzen sch?pft, von dieser Reise Geschenke für euer Land und eure Nation und im Endeffekt für die Islamische Weltgemeinde mitnehmen.

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Die Islamische Umma braucht heute vor allen Dingen Menschen, die Denken und Handeln mit Glauben, Lauterkeit und Aufrichtigkeit verknüpfen und sich neben dem Widerstand gegenüber den b?swilligen Feinden spirituell und seelisch veredeln. Dies ist der einzige Weg für die gro?e Gemeinde der Muslime sich von den Schwierigkeiten zu befreien, in welche dies seit langem entweder offensichtlich durch die Feinde geraten sind oder sich aber wegen Mangel an Willen, Glauben oder Erkenntnis verwickelt haben.

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Es besteht kein Zweifel daran, dass nun die ?ra des Erwachens und der Bewusstwerdung über die eigene Identit?t für die Muslime angebrochen ist. Diese Tatsache ist auch an den Herausforderungen zu erkennen, mit denen die Muslimstaaten konfrontiert wurden. Es sind genau diese Bedingungen, unter denen der auf den Glauben gestützte Wille, das Gottvertrauen und die Erkenntnis und Vorausplanung den muslimischen V?lkern zum Sieg über diese Probleme verhelfen und ihnen für die Zukunft Ehre und Würde bescheren k?nnen. Die Gegenfront, welche den Aufbruch und die Gr??e der Muslime nicht ertragen kann, ist mit ihrem gesamten Potential auf dem Schauplatz erschienen und setzt alle Mittel in Bezug auf die Sicherheit und im psychischen, milit?rischen, wirtschaftlichen und agitatorischen Bereich zur Desaktivierung der Muslime und ihrer Niederschlagung ein und versucht zu erreichen, dass sie genug mit sich selber besch?ftigt sind. Ein Blick auf die Situation in den westasiatischen L?ndern, von Pakistan und Afghanistan bis Syrien, Irak und Pal?stina und die Anrainerstaaten am Persischen Golf und ebenso die nordafrikanischen L?nder - von Libyen, ?gypten und Tunesien bis zum Sudan und einige andere Staat gibt Aufschluss über viele Tatsachen. Die Bürgerkriege, blinde Aggressivit?ten zwischen religi?sen Gruppen und Rechtsschulen, politische Instabilit?t, die Verbreitung eines skrupellosen Terrorismus, das Auftreten von extremistischen Gruppen und Bewegungen, welche wie unzivilisierte V?lker in der Geschichte die Brust von Menschen aufschlitzen und in ihr Herz bei?en, Bewaffnete, die Kinder und Frauen umbringen, die M?nner k?pfen und Vergewaltigungen begehen und in einigen F?llen auch noch vorgeben, dass diese schamlosen, absto?enden Verbrechen im Namen der Religion gesch?hen, sind s?mtlich das Produkt des diabolischen imperialistischen Planes der fremden Sicherheitsdienste und der Vasallen unter den Regimen der Region. Sie werden innerhalb der Staaten m?glich, wenn die herrschenden Bedignungen sie begünstigen und machen den V?lkern das Leben schwer. Mit Sicherheit ist unter solchen Umst?nden nicht zu erwarten, dass die muslimischen L?nder ihre materiellen und immateriellen M?ngel beheben k?nnen und an Sicherheit und Wohlstand, an wissenschaftlichen Fortschritt und eine starke internationalen Position, welche der Segen des Aufbruchs und der Bewusstwerdung der wahren Identit?t mit sich bringen, gelangen. Diese miserablen Zust?nde k?nnen zur Folge haben, dass der Islamischen Aufbruch keine Früchte tr?gt und die seelisch-geistige Bereitschaft, welche in der Islamischen Welt zustande gekommen ist, verlustig geht und erneut – viele lange Jahre - die muslimischen V?lker in die Stagnation, Isolation und die Vernichtung getrieben werden und ihre wichtigen grundlegenden Fragen wie die Rettung Pal?stinas und die Rettung der muslimischen V?lker vor der Ausplünderung durch die USA und den Zionismus vergessen werden.

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Die grundlegende L?sung l?sst sich in zwei Punkten zusammenfassen, die beide die klarsten Lehren des Hadsches wiedergeben, n?mlich

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Erstens: Zusammenschluss und Brüderlichkeit der Muslime unter dem Banner des Tauhid (des Glaubens an den Einen Gott) und

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zweitens: Die Kenntnis vom Feind und die Bek?mpfung seiner Pl?ne und seiner Vorgehensweisen.

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Die St?rkung des Gedankens der Brüderlichkeit und der Einmütigkeit ist eine gro?e Lehre des Hadsches. Hier (in Mekka) sind selbst ein Wortstreit und grobe Worte zu den anderen nicht gestattet. Das Tragen der gleichen Kleidung und die Vollbringung derselben Handlungen, die gemeinsamen Bewegungen und das freundliche Verhalten an diesem Ort bedeuten Gleichstellung und Brüderlichkeit aller derjenigen, die von diesem Mittelpunkt des Ein-Gott-Glaubens überzeugt sind und ihn lieben. Dies ist die klare Antwort des Islams auf jegliche Art von Denken, Anschauungen und Aufrufen, bei denen einen Teil der Muslime und derer, die an die Kaaba und Tauhid glauben, vom Islam ausgeschlossen werden. Die Takfiri-Individuen, die heute ein Spielzeug der Politik der listigen Zionisten und ihrer westlichen Unterstützer geworden sind und furchtbare Verbrechen begehen, das Blut der Muslime und unschuldiger Menschen vergie?en, sowie diejenigen , die den Anspruch auf Religi?sit?t erheben und als Geistliche gekleidet unter anderem das Feuer der Meinungsverschiedenheiten zwischen Schiiten und Sunniten schüren , sollten wissen, dass der Geist der Hadschzeremonien ihre Behauptungen zunichte macht.

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Wie viele andere Gelehrte des Islams und Pers?nlichkeiten, denen an der Islamischen Umma gelegen ist, erkl?re auch ich hiermit erneut, dass eine jegliche ?u?erung oder Ma?nahme, die Streit zwischen den Muslimen entfacht, ebenso wie die Schm?hung der Heiligkeiten irgendeiner muslimischen Gruppe oder die Exkommunizierung einer der Islamischen Rechtsschulen ein Dienst an der Front des Unglaubens und der G?tzenanbetung ist, einen Verrat am Islam darstellt und religionsrechtlich verboten (haram) ist.

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Die Identifizierung des Feindes und seiner Methoden ist der zweite der beiden oben genannten hilfreichen Faktoren. Erstens darf nicht vergessen werden, dass es den b?swilligen Feind gibt. Das Ritual des Rami Dschamarat beim Hadsch ist ein Wahrzeichen für dieses stetige Bewusstsein. Zweitens darf man sich nicht hinsichtlich des Hauptfeindes irren, welcher heute kein anderer ist als die Front des internationalen arroganten Imperialismus und das Verbrechernetz des Zionismus. Drittens sind die Methoden dieses streitsüchtigen Feindes, welche in der Spaltung zwischen den Muslimen, der Verbreitung von Korruption in der Politik und moralischer Verdorbenheit, der Einschüchterung und Anlockung von elit?ren Kr?ften, dem wirtschaftlichen Druck auf V?lker und der Erzeugung von Zweifeln in Bezug auf die islamischen überzeugungen bestehen, richtig zu erkennen und sind dabei diejenigen, die ihnen dienen und - bewusst oder unbewusst - ihre Handlanger werden, zu identifizieren.

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Die imperialistischen Regierungen mit den USA an der Spitze verdecken mittels ihrer umfassenden modernen Medieninstrumente ihr wahres Gesicht und treten unter der Maske der Verteidigung der Menschenrechte und Demokratie listig gegenüber der ?ffentliche Meinung anderer V?lker auf. Sie reden von den Rechten der Bev?lkerung, w?hrend die muslimischen Nationen von Tag zu Tag immer mehr an Leib und Seele das Feuer ihrer Zwietrachtstiftung verspüren. Um allen das wahre Gesicht dieser Anführer der Hegemonieordnung zu vergegenw?rtigen, genügt ein Blick auf die unterdrückte pal?stinensische Nation, welcher t?glich durch die Verbrechen des zionistischen Regimes und seiner Unterstützer Wunden zugefügt werden, oder auch ein Blick in Richtung Afghanistan, Pakistan, und Irak, wo der Terrorismus, welcher der Politik der arroganten imperialistischen M?chte und ihrer Handlanger in der Region entspringt, der Bev?lkerung das Leben verg?llt. Oder auch ein Blick nach Syrien herüber , welches wegen dem ?Vergehen“, die anti-zionistische Widerstandsbewegung zu unterstützen, den Hasswellen der internationalen Hegemonisten und ihrer Vasallen in der Region ausgesetzt ist und in einen blutigen Krieg im Inland verwickelt wurde. Ebenso wie ein Blick nach Bahrain oder Myanmar, wo jeweils auf eine andere Weise die leidenden Muslime übergangen und ihre Feinde unterstützt werden oder auch ein Blick auf andere V?lker, denen seitens der USA und ihrer Verbündeten kontinuierlich mit einem Milit?rangriff , Wirtschaftssanktionen oder Sicherheitssabotagen gedroht wird.

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Die elit?ren Kr?fte aus Politik, Kultur und Religion allerorts in der Islamischen Welt müssen sich verpflichtet fühlen, diese Tatsachen zu enthüllen. Es ist ein moralische und religi?se Pflicht für uns alle. Die nordafrikanischen L?nder, die heute bedauerlicherweise mit schweren inl?ndischen Meinungsverschiedenheiten konfrontiert sind, müssen mehr als alle anderen auf diese gro?e Pflicht achten, n?mlich die Identifizierung des Feindes und seiner Methoden und heimtückischen Kniffe.

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Die Fortsetzung der Meinungsverschiedenheiten zwischen den nationalen Gruppen und die Achtlosigkeit gegenüber einem drohenden inl?ndischen Krieg in diesen L?ndern sind ein gro?e Gefahr und erheblicher Schaden für die Islamische Umma, der nicht so schnell wieder gut zu machen sein wird.

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Allerdings zweifle ich nicht daran, dass die V?lker, die sich in dieser Region erhoben haben und das Islamische Erwachen spürbar machten, so Gott will, nicht zulassen, dass der Uhrzeiger wieder zurückgedreht wird und sich die ?ra der korrupten fremdabh?ngigen Herrscher und Diktatoren wiederholt . Dennoch wird dies für sie schwierig sein, falls sie die Rolle der imperialistischen M?chte bei der Zwietrachtstiftung und den verheerenden Einmischungen nicht gewahr werden und die Epoche der Gr??e, Sicherheit und des Wohlstandes erst einige Jahre sp?ter Wirklichkeit werden kann.

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Wir sind innerlich fest von den Kr?ften der V?lker und von der Macht, die Gott, der Weise, in den Willen, den Glauben und die Weitsicht der Volksmassen gelegt hat, überzeugt und haben sie vor über drei Jahrzehnten in der Islamischen Republik Iran selber erlebt und sie mit Leib und Seele erprobt. Uns geht es darum, alle muslimischen V?lker zu dieser Erfahrung ihrer Glaubensbrüder in diesem stolzen und unermüdlichen Land aufzurufen.

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Ich bitte Gott, den Allm?chtigen, um die vollst?ndige Verbesserung der Situation der Muslime und die Abwehr der List des Feindes. Auch bitte ich Ihn darum, dass er den Hadsch von euch allen, werte Hadschpilger zum Hause Gottes, anerkennt, und bete für eure k?rperliche und seelische Gesundheit und für einen reichen spirituellen Proviant für euch alle.

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Der Frieden und Segen Gottes sei mit Euch

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Sayyid Ali Khamenei

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5. Dhul Hidscha 1434, 19. Mehr 1392, 11. Oktober 2013

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